Automatikuhren – ein Wunderwerk der Technik

Automatikuhren – ein Wunderwerk der Technik

Juli 24, 2017 0 Von YourWatch

Eine Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr, die über ein kompliziertes Räder-Feder-Werk verfügt. Die bloße Bewegung des Handgelenks wird dabei von der Uhr und ihrem Rotor genutzt, um sich wieder selbst aufzuziehen. Wird die Uhr längere Zeit nicht getragen, sinkt dementsprechend die Gangreserve wieder bis sie schlussendlich stehenbleibt. Der größte Vorteil einer Automatikuhr ist, dass kein Batteriewechsel nötig ist und so die Umwelt geschont werden kann.  Besitzt die Uhr eine Datumsanzeige, ist es wichtig, dass zwischen 22 Uhr und 4 Uhr keine Einstellungen vorgenommen werden, da dies zu Beschädigungen am Automatikwerk führen könnte.  Auch die Betätigung der Stoppuhrfunktion automatischer Chronographen sollte bei nicht aufgezogenen Uhren ebenfalls vermieden werden.

Bei uns gibt eine große Auswahl an Automatikuhren für Herren, jedoch steigt mittlerweile auch das Angebot an tollen Damenmodellen, sodass für jeden Geschmack das richtige dabei ist.Selbst bei der Preisstruktur hat sich einiges getan und so bieten manche Marken schon recht preiswerte Automatikuhren an.

Funktionsweise einer Automatikuhr

Das sich bewegende Handgelenk hält eine Schwungmasse – einen Rotor – in Gang. Dieser spannt eine Zugfeder, die das Uhrwerk aufzieht. Durch die Bewegung einer halbkreisförmigen Schwungmasse (Rotor) wird die Aufzugsfeder aufgezogen. Der Rotor läuft sehr leicht durch winzige Kugellager. Der Aufzug kann in beide Drehrichtungen erfolgen (Wechselsteuerung). Dies ist von der Konstruktion aufwendiger und damit teurer. Der Rotor, der sich in der Regel auf dem Boden des Werks befindet, muss sich frei um die zentrale Achse drehen. Rund 150 Umdrehungen des Rotors einer Automatikuhr sind für eine Umdrehung der Federwelle nötig. Der Aufzug ist hierbei effektiver, da die Uhr mit 50% mehr der Bewegung aufgezogen wird. Ein Automatikwerk besteht aus ca. 100 Einzelteilen bei einem Rauminhalt von weniger als drei Kubikzentimetern. Daher sind sie dicker als Quarzuhren. Die Ganggenauigkeit einer Automatikuhr (+/- 30 sec/Tag) hängt sowohl von der Qualität des Werkes als auch von Temperaturunterschieden ab. Sie ist aber nicht mit der Ganggenauigkeit einer Quarzuhr zu vergleichen.

Handhabung  Automatikuhren

Automatikuhren können wie Handaufzuguhren auch von Hand aufgezogen werden (Uhr vom Arm nehmen): ca. 10 bis 12 Mal über die Krone von Hand aufziehen, bis der Sekundenzeiger sich bewegt. Gangreserve bis zu 80 Stunden. Die Aufzugsfeder kann endlos aufgezogen werden. Sie hat am äußeren Ende eine Rutschkupplung, die dafür sorgt, dass die Energie bei Bedarf durchrutscht. Die Aufzugsfeder ist fast immer optimal gespannt, höhere Präzision.

Automatikuhren und Magnetismus

In der letzten Zeit häufen sich Probleme bei Uhren (Uhr geht ungenau/ bleibt stehen), die nachweislich auf eine Magnetisierung der Uhr zurückzuführen sind. Dies betrifft besonders mechanische Uhren. Wie wirkt sich Magnetismus auf Uhren aus? Bei mechanischen Uhren wird die Uhr zum Teil stark vorgehen. Sie kann jedoch generell eine Gangabweichung haben und auch stehen bleiben. Achtung: Hier wirkt die Magnetisierung, die einmal erfolgt ist, dauerhaft auf das Uhrwerk ein. Die magnetisierten Räder und der Gang-Regler (Unruh) „kleben“ förmlich und können sich dann nicht mehr frei bewegen. Woher kommt der Magnetismus? Zum Beispiel von magnetischen Gesundheitsarmbändern oder Modeschmuck, Lederbändern oder auch Perlarmbändern mit Magnetverschluss. Auch sollte die Uhr über Nacht nicht mit entsprechendem Schmuck zusammen aufbewahrt werden. Die Uhr auf das Handy legen ist auch nicht sinnvoll. Eine mechanische Uhr kann in jeder unserer Servicewerkstätten auf Magnetismus geprüft und entmagnetisiert werden. Nur wenn die Uhr fachgerecht entmagnetisiert wurde, wird sie zuverlässig laufen!

Autoquarz-Uhrwerk

Ein Autoquarz-Uhrwerk ist eine Quarzuhr, die ihre Antriebsenergie von einem mechanischen Aufzugsrotor bezieht. Die kinetische Energie, welche die Bewegungen des Handgelenks der Uhr zuführen, versetzt den exzentrischen Aufzugsrotor in Bewegung, genau wie in einer mechanischen Automatikuhr. Diese Drehbewegung treibt einen winzigen elektrischen Generator an, der seinerseits einen Akkumulator oder Kondensator auflädt, woraus die Quarzuhr versorgt wird.

Im Jahr 2007 gab es zwei derartige Werke: Das japanische Seiko Kinetic und das Schweizer ETA Autoquartz. Das jüngere und teurere ETA-Werk unterscheidet sich vom Kinetic-Werk dadurch, dass der Rotor den Generator nicht direkt antreibt, sondern ein kleines Federhaus aufzieht. Immer wenn es vollständig aufgezogen ist, läuft es automatisch ab und treibt den Generator. Der Vorteil dieser Lösung: Der Generator läuft entweder gar nicht oder mit voller Drehzahl. Dadurch wird er geschont und arbeitet gleichzeitig effizienter. Außerdem lässt sich, anders als beim Kinetic-Werk, das Federhaus der Autoquarz, wie bei einer konventionellen Automatikuhr, auch von Hand über die Krone aufziehen.

Automatikuhren: Kunst und Mechanik

Automatikuhren gehören zu den komplexesten Werken aus Menschenhand. Der Gedanke, was in einem rein mechanischen Uhrwerk vorgeht, übersteigt schnell jegliche Vorstellungskraft. Bestellen Sie automatische Chronographen von Skagen Uhren, Ingersoll, Tissot, Victorinox Uhren und Michel Lacroix hier online und zum Spitzenpreis.

Automatikuhren sind kompliziert. Schon ein einfaches Uhrwerk, das nichts weiter tut, als Stunden und Minuten anzuzeigen, gehört zu den komplexesten Mechanismen, die sich Menschen jemals ausgedacht haben. Hunderte filigraner Einzelteile haben im Inneren eines Gehäuses ihren genauen Platz und ihre exakte Funktion. Allerhöchste Präzision bei der Fertigung ist eine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, dass dieses Uhrgehäuse so klein ist, dass es in einer geschlossenen Hand verschwinden kann.

In Gang gehalten werden Automatikuhren von einer gespannten Feder, die ihre Kraft fein dosiert abgibt. Das Aufziehen besorgt der ausgeklügelte Rotor, der schwebend gelagert bei jeder Armbewegung des Trägers verharrt und damit ein Drehmoment erzeugt. Die Rutschkupplung gegen Überspannen und eine ausreichend lange Gangreserve für Ruhezeiten vervollständigen die Lösung dieser großen, technischen Herausforderung.

Große Komplikationen überschreiten die Grenzen des Unmöglichen

Solche mechanischen Wunderwerke zu schaffen, bedeutet von der Planung bis zum Zusammenbau einen enormen Zeitaufwand. Und als sei das nicht genug, werden mechanische Chronographen mit Funktionen wie dem ewigen Kalender oder der Mondphasenanzeige versehen.

Die sind im Smartphone nicht der Rede wert. Doch Automatikuhren bestehen ausschließlich aus mechanischen Einzelteilen und haben noch nicht einmal eine Batterie. So dringen die großen Komplikationen immer wieder in den Bereich des Unmöglichen vor.

Ein Ding der Leidenschaft

Automatikuhren sind teuer. Selbst ohne viel Zierde und bei größtenteils maschineller Fertigung hat ein solches Uhrwerk seinen Preis. Wer sich dagegen die Kosten für eine batteriebetriebene Quartzuhr anschaut, wird schnell feststellen, dass dazwischen Welten liegen. Es gibt also eigentlich keinen Grund, weshalb man sich so ein teures Accessoire anschaffen sollte.

Weshalb sind die Automatics dann so begehrt? Gerade deshalb. Wir haben diese fantastische Technik nicht nötig. Wir brauchen sie nicht. Für jede der Aufgaben, die sie auf genial ausgetüftelte Weise bewältigt, stehen etliche andere, einfacherere Geräte mit Akku bereit. Das verleiht ihnen ihr einzigartiges Prestige.

Selten gibt es eine so wunderbare Gelegenheit, uns etwas Großartiges zu leisten, nicht weil wir es brauchen, sondern weil wir davon begeistert sind. Automatikuhren sind mit ihrem geheimnisvoll-archaischen Innenleben ein Ding der Leidenschaft.

Edle Ausstrahlung und puristische Eleganz

Entdecken Sie die Kleinodien der Uhrmacherkunst. Erleben Sie die Schönheit und den ruhigen, dezidierten Stil der aktuellen Kollektionen von Traditionshäusern wie Ingersoll aus den USA oder der gefeierten Schweizer Manufaktur Maurice Lacroix.

Niemand soll sagen, dass die Faszination großartiger technischer Leistungen eine Männerdomäne wäre. Die puristische Eleganz der Damenuhren von Ingersoll, Seiko, Tissot und die edlen Damenchronographen von Maurice Lacroix machen deutlich: Auch die Damen schätzen die Poesie, die aus dem gleichmäßig schlagenden Herzen einer edlen Automatic klingt.